Die ungezähmte Kraft: Basile Teberekides über die Sehnsucht nach dem Echten
Zum 20. Jubiläum von QUELL spricht VITA VERDE Gründer und Bio-Rohkost-Pionier Basile Teberekides über wilde Lebensmittel, ursprünglichen Geschmack und die Frage, was uns wirklich nährt.
Was bedeutet eigentlich „natürlich“? Und reicht es aus, wenn ein Lebensmittel biologisch erzeugt wurde? Für Basile Teberekides beginnt die Auseinandersetzung mit Ernährung an einem anderen Punkt: bei unserer Verbindung zur Natur und bei der Frage, wie ursprünglich unsere Lebensmittel noch sind.
Anlässlich des 20. Jubiläums von QUELL ist dazu der Beitrag „Die ungezähmte Kraft“ erschienen. Darin beschreibt Basile seine Gedanken über wilde Nahrung, natürliche Lebensmittel und die Sehnsucht nach dem Echten.
Das Verlangen nach dem Echten
Für Basile Teberekides ist Ernährung mehr als die Summe von Inhaltsstoffen. Seine langjährige Beschäftigung mit rohköstlicher Ernährung hat ihn zu der Überzeugung geführt, dass Lebensmittel nicht allein nach Nährwerttabellen oder äußeren Kriterien betrachtet werden sollten.
Ein Lebensmittel kann perfekt aussehen und dennoch viel von seiner ursprünglichen Eigenart verloren haben.
Als Beispiel beschreibt Basile die Begegnung mit einer natürlichen Wildkirsche oder einer naturbelassenen Wildolive. Sie entspricht nicht unbedingt den Maßstäben moderner Lebensmittelproduktion: Sie ist nicht auf einheitliche Größe gezüchtet, nicht perfekt geformt und nicht auf maximale Transportfähigkeit optimiert. Gerade darin liegt für ihn ihre Besonderheit.
Das Unperfekte, Ursprüngliche und Naturbelassene bekommt einen eigenen Wert.
Wenn Lebensmittel immer stärker optimiert werden
Unsere Lebensmittelwelt ist auf Effizienz ausgerichtet. Früchte und Gemüse sollen gut aussehen, gleichmäßig wachsen, transportfähig sein und möglichst lange haltbar bleiben.
Diese Eigenschaften sind für eine moderne Lebensmittelversorgung wichtig. Gleichzeitig stellt Basile die Frage, was bei dieser Optimierung verloren gehen kann.
Denn Natur funktioniert nicht nach Normgrößen.
Eine Wildfrucht ist nicht deshalb interessant, weil sie besser aussieht als eine gezüchtete Frucht. Im Gegenteil: Ihre Besonderheit liegt gerade darin, dass sie nicht vollständig unseren Vorstellungen von Perfektion unterworfen wurde. (Lesen sie hierzu auch „Nahrung und Intelligenz“)
Diese Perspektive prägt auch die Philosophie von VITA VERDE: Lebensmittel möglichst naturbelassen zu verarbeiten und ihre ursprünglichen Eigenschaften zu bewahren, anstatt sie durch industrielle Prozesse immer weiter zu verändern.
Rohkost bedeutet mehr als „roh“
Für VITA VERDE ist Rohkost deshalb nicht einfach eine Frage der Temperatur. Es geht um eine grundsätzliche Haltung gegenüber Lebensmitteln.
Basile beschreibt im Gespräch mit QUELL die Erfahrung, dass natürliche Nahrung eine unmittelbare Verbindung zur Natur ermöglichen kann. Geschmack wird dabei nicht nur als Bewertung von „lecker“ oder „nicht lecker“ verstanden, sondern als sinnliche Erfahrung.
Eine sonnengereifte Frucht. Eine wilde Olive. Der Geschmack eines Lebensmittels, das nicht auf maximale Einheitlichkeit getrimmt wurde.
Es sind diese unmittelbaren Erfahrungen, die für ihn zum „Verlangen nach dem Echten“ gehören.
Small is beautiful
Diese Philosophie steht allerdings im Gegensatz zu einer Lebensmittelproduktion, die auf möglichst große Mengen und maximale Effizienz ausgerichtet ist.
Naturbelassene Lebensmittel lassen sich nicht immer beliebig standardisieren oder industrialisieren. Sie brauchen Zeit, Erfahrung und manchmal auch die Bereitschaft, ihre natürliche Unvollkommenheit zu akzeptieren.
Das zeigt sich auch in der Arbeit von VITA VERDE.
Unsere Oliven stammen aus traditionellen Hainen auf dem Peloponnes. Sie werden von Hand geerntet und möglichst schonend verarbeitet. Dabei geht es nicht darum, die Natur in ein industrielles Produktionsschema zu pressen, sondern ihre Eigenheiten zu bewahren.
Die Verbindung zur Natur
Am Ende führt Basiles Gedanke über einzelne Lebensmittel hinaus.
Gutes Essen ist für ihn nicht nur ein Ernährungsplan. Es ist auch die bewusste Entscheidung, sich wieder stärker mit dem Ursprung unserer Lebensmittel auseinanderzusetzen.
Wo kommt ein Lebensmittel her?
Wie ist es gewachsen?
Wie wurde es verarbeitet?
Und wie viel von seinem ursprünglichen Charakter ist noch vorhanden?
Vielleicht liegt genau darin die „ungezähmte Kraft“, von der Basile im QUELL-Jubiläumsartikel spricht: in Lebensmitteln, die nicht vollständig nach unseren Vorstellungen geformt wurden, sondern ihren eigenen Charakter bewahren dürfen.
20 Jahre QUELL
Zum 20. Jubiläum hat QUELL Basile Teberekides zu diesen Gedanken befragt. Der vollständige Artikel „Die ungezähmte Kraft“ ist auf QUELL online zu lesen:
Zum vollständigen Artikel bei QUELL →
FAQ
Was versteht Basile Teberekides unter „der ungezähmten Kraft“?
Damit beschreibt er die besondere Qualität naturbelassener Lebensmittel, die nicht vollständig nach industriellen Maßstäben optimiert, standardisiert und verarbeitet wurden.
Warum spielt naturbelassene Nahrung für VITA VERDE eine so wichtige Rolle?
VITA VERDE verfolgt seit Jahrzehnten eine Philosophie, bei der Lebensmittel möglichst ursprünglich und schonend verarbeitet werden. Rohkost und Naturbelassenheit sind dabei zentrale Bestandteile.
Was bedeutet Rohkost für VITA VERDE?
Rohkost bedeutet für VITA VERDE mehr als die Einhaltung einer bestimmten Verarbeitungstemperatur. Es geht auch darum, den natürlichen Charakter eines Lebensmittels zu bewahren und unnötige Verarbeitung zu vermeiden.
Was meint die „Sehnsucht nach dem Echten“?
Gemeint ist das Bedürfnis, Lebensmittel wieder unmittelbarer zu erleben und ihre natürlichen Eigenschaften wahrzunehmen – jenseits von standardisiertem Aussehen, industrieller Optimierung und reinen Nährwertangaben.
Wer ist Basile Teberekides?
Basile Teberekides ist Gründer von VITA VERDE und seit Jahrzehnten mit naturbelassener Ernährung und Bio-Rohkost verbunden. Seine Philosophie (Biosophie) prägt die Entwicklung von VITA VERDE bis heute.


